Die Arche Noah auf dem Berg Ararat

Auf dem Berg Ararat (Foto) in der Ost-Türkei soll das Schiff gelandet sein, mit dem sich der Bibel zufolge (1. Mose 7-8) Noah, seine Familie und ein Paar jeder Tierart vor der Sintflut gerettet hat.
Zahlreiche Versuche, die Arche auf dem fast 5.200 Meter hohen und mit einer 90 Meter dicken Eiskappe bedeckten Berggipfel nahe der Grenze zu Armenien, dem Iran und dem Irak zu finden, sind bisher gescheitert. Bis 1982 war die Region militärisches Sperrgebiet. Später bemühte sich unter anderen der US-Astronaut und Mondfahrer James Irwin (1930-1991) vergeblich um die Entdeckung der Arche. Satellitenaufnahmen waren wegen des Eises und der ständigen starken Bewölkung um den Gipfel kaum möglich. Die Hitze im Sommer 2003, die einen Großteil des Eises schmelzen ließ, hat jedoch das Unternehmen DigitalGlobe in die Lage versetzt, Aufnahmen zu machen, die die Umrisse eines Teils der Arche darstellen könnten. Das hat den in Honolulu (Hawaii) lebenden Unternehmer Daniel McGivem veranlaßt, eine Expedition zu starten. Der katholische Unternehmer will selbst an der Expedition teilnehmen. Er schätzt die Kosten auf etwa 735.000 Euro. Seit 1995 befasse er sich intensiv mit der Suche nach der Arche Noah, sagte er vor Journalisten in Washington.

Der Archäologe Ahmed Ali Arslan, der den Ararat rund 50mal bestiegen hat, ist der einzige Mensch, der die vermeintlichen Überreste der Arche photographiert hat. 1989 kam er bis auf 200 Meter heran, bevor ihn eine Eislawine zur Umkehr zwang. Auf den Satellitenbildern ist nach Arslans Überzeugung ein Blick durch das Dach in das Innere der Arche zu erkennen. Man könne vertikale und horizontale Balken sehen; es handele sich eindeutig um eine von Menschen gemachte Konstruktion. Der Bibel zufolge war die Arche etwa 137 Meter lang, 23 Meter breit und 14 Meter hoch.

(idea)