Die Irrlehre des Buddhismus

Die mit rund 357 Millionen Anhängern viertgrößte Religionsgemeinschaft der Welt wurde von Siddhartha Guatama (560-480 v.Chr.), auch Buddha genannt, gegründet. Der Buddhismus ist Staatsreligion in Thailand und Bhutan, Mehrheitsreligion in sechs südostasiatischen Ländern und außerdem in China stark verbreitet.

Wiedergeburt in Tieren

Der Buddhismus entstand aus dem Hinduismus. Vom ihm wurde vor allem der Glaube an die Bestrafung des Menschen durch eine ständig stattfindende Wiedergeburt in Tieren oder Menschen („Reinkarnation") übernommen. Ihr kann man nur entfliehen, indem man sich in die Gesamtheit all dessen auflöst, was existiert (das „Nirwana"). Der Buddhismus ist in drei große Schulen und 33 sehr unterschiedliche Richtungen aufgesplittert, wobei der ursprüngliche Hinayana-Buddhismus im wesentlichen eine Mönchsreligion ist, die ‘a-theistisch’ (also die Existenz von Gott oder Göttern leugnend) die Erlösung aus dem Selbst sucht. Der vorherrschende Tantraya-Buddhismus ist dagegen eine Laienreligion, in der viele Götter, unter anderem auch Buddha selbst, verehrt werden. Im Unterschied zum Christentum ist im Buddhismus das Leid keine Folge des Sündenfalls, sondern jeder Form von Begierde und Leidenschaft, gleich worauf. Erlösung bedeutet daher, keinerlei Begierde mehr zu haben. Deswegen versucht man durch Meditation und andere Übungen zu der erleuchtenden Einsicht zu gelangen, daß man eigentlich als Einzelwesen gar nicht existiert, sondern nur ein Teil des riesigen Ganzen, des Nirwana, ist. Wie sich ein Tropfen im Meer auflöst, so soll sich das Selbst im Nirwana auflösen. Die Gleichsetzung von Leidenschaftslosigkeit und Selbstauslöschung in der völligen Versenkung war Buddhas Lehre vom sogenannten „Goldenen Mittelweg".

Christliche Antworten auf den Buddhismus

  • Das Leid ist eine Folge des Sündenfalls. Es gehört aber seitdem zum Leben dazu und wird im Glauben getragen und überwunden. Es wird einmal in der ewigen Gemeinschaft mit Gott ein Ende haben.
  • Der Mensch lebt und stirbt nur einmal, dann folgt das Gericht Gottes.
  • Nicht jede Leidenschaft ist Sünde (z.B. in der Ehe).
  • Es gibt einen persönlichen Gott. Das Ziel der menschlichen Existenz ist die Gemeinschaft mit Gott und nicht die Auflösung in einem unendlichen Meer.
  • Die Menschen brauchen Erlösung, nicht Erlöschung.
  • Erlösung geschieht durch den gekreuzigten Jesus Christus und nicht durch Selbsterlösung mittels Selbstverwirklichung (Selbstauslöschung).
  • Durch den Glauben soll nicht die Persönlichkeit beseitigt werden, sondern gerade die unverwechselbare Persönlichkeit des einzelnen gereinigt, befreit und völlig zum Ausdruck gebracht werden.

(Quelle: idea-Spektrum, Nr.45/98, Thomas Schirrmacher)