Bill Clinton - Lüge wird zum Lebensstil

„Es waren herzliche Stunden mit einem Mann, der nicht immer Zustimmung bei seinen Mitchristen findet, jedoch im tiefsten Herzen den Wunsch hat, Gott zu dienen und seinen Willen zu tun", so der weltweit bekannte Prediger Billy Graham nach einem Besuch 1996 beim US-Präsidenten Bill Clinton. Clinton, der nach Grahams Meinung den Willen Gottes tun will, trug mit einer Reform der Wohlfahrtsgesetze 1996 entscheidend dazu bei, daß heute elf Millionen US-Amerikaner hungern. Er half etwa 200 Homosexuellen zu bedeutenden Positionen im US-Regierungsapparat und billigt auch Abtreibungen bis zum neunten Monat. Im Jahr 1996 verhinderte er mit seinem Veto ein bereits vom Kongreß verabschiedetes Gesetz, welches eine der grausamsten Formen der Abtreibung, das Absaugen des Gehirns eines Ungeborenen, verbieten sollte.
Wenn in den vergangenen Monaten Bagdad und dann Jugoslawien bombardiert wurden, war dies mit Sicherheit nicht nur eine politische Notwendigkeit. Da starben Menschen, weil ein Mann mit unkontrollierten sexuellen Lüsten seine Hände nicht von fremden Frauen lassen kann und nun eine breite Öffentlichkeit von dieser Tatsache abgelenkt werden sollte. Der irakische Premier Tariq Aziz kommentierte die Lewinsky-Affäre folgendermaßen: „Herr Clinton soll ruhig weiter seine Sexspiele im Weißen Haus treiben und die Diplomatie den Diplomaten überlassen."

Es geht aber um mehr als eine Art des Regierens, die sowohl die Wahrheit als auch die Öffentlichkeit mißachtet und welche die Lüge zu Lebensstil macht. Wirklich widerlich sind die vielen Auftritte von Hillary und Bill Clinton in den verschiedensten Kirchen und Gemeinden. Der Kernpunkt ist doch, daß Clinton, der offensichtlich nicht mehr als ein „politischer Christ" ist, Gottesdienste besucht und so tut, als sei er ein guter, gläubiger Mann. Die Menschen in vielen Ländern sehen ihn und seine Frau im Gottesdienst und schließen daraus, daß die Gemeinde Jesus aus Personen wie den Clintons besteht. Dies macht die Sache Gottes lächerlich und läßt kaum Interesse aufkommen, Jesus persönlich kennenzulernen. Für Clinton scheinbar kein großes Problem. In Anspielung auf seine Affäre meinte er am 23.August 1998 in einer Kirche in Oak Bluffs (Massachusetts): „Ich werde allmählich ein Experte darin, um Vergebung zu bitten. Es wird ein wenig einfacher, je häufiger man es tut."
Man kann sich vielleicht hier auf der Erde vor Menschen herausreden und gewissenlos die fromme Karte ausspielen. Am Tag des Gerichtes Gottes spielt es jedoch keine Rolle mehr, ob man ein wenig beachteter Bürger oder Präsident einer Supermacht war. Wer nicht umkehrt von seinen Sünden steht in der Gefahr, zu lebenslanger Haft verurteilt zu werden - ohne daß es leichter wird, je länger es dauert.