sie sahen niemand als Jesus allein
(Gedanken zu Matthäus 17,8)     

Ich weiß, dass viele heute unter der geistlich verwirrten und immer dekadenteren Welt leiden. Machen wir uns nichts vor: Das Rad dieser "Sumpfkiste" dreht keiner mehr zurück. Von wegen "geistlich-globale Erneuerung". Von wegen mehr Menschenwürde. Das Gegenteil ist der Fall. Lasterleben, Sexskandale, Kriminalität, Gewalt, Okkultismus, pervertiertes Denken. All das füllt allabendlich die gemütlichen Wohnzimmer via Fernsehen. Und ganz nebenbei fordern die Drogen ein Opfer nach dem anderen.
Und die Christen? Es ist erschreckend, wie vielen der Name Jesus längst auf den Lippen erstorben ist. Stattdessen schwadronieren sie - merkwürdig angeregt - über neue Heilslehren, spektakuläre Visionen, sogenannte "Geistesaufbrüche", wundersame Erfahrungen usw. Man ist fasziniert von angeblich geistlichen Erlebnissen, merkwürdigen Träumen, redet von "wundersamen Heilkräften der Natur" - alles ohne Gott. Man freut sich, dass nun auch "wissenschaftlich" bewiesen ist, dass man durch Gebet die Welt auf besseren Kurs bringen kann. Bei alledem sehen wir mit Entsetzen, wie Satan massenweise unbefestigte Seelen wie ein ankerloses Schiff vom Ufer holt und in sein Schlepptau nimmt.

Lasst uns vor dem Herrn niederknien und Buße tun! Lasst uns Jesus neu unser Herz weihen! Sein ewiges Wort und seine Ehre stehen auf dem Spiel. Während drinnen, in den Kirchen und Gemeinden, ein Festprogramm nach dem anderen abläuft und Jesus "gefeiert" wird, steht er jedoch draußen vor der Tür und klopft an. Er gab sein Blut und Leben und sehnt sich nach Gemeinschaft mit seinen Geliebten. Was für eine Schande: Die Gemeinde von heute hat ihren Herrn durch ihre Weltumschlungenheit der Lächerlichkeit preisgegeben.
Dabei haben wir in Jesus längst alles, was wir brauchen: Frieden, wie ihn die Welt nicht kennt. Freude im Heiligen Geist. Trost in allem Leid. Gnade, wenn unsere Möglichkeiten am Ende sind. Gewissheit in widrigen Umständen. Leben, wo uns sonst nur Hoffnungslosigkeit anstarrt. Kraft, trotz aller Schwachheit. Liebe, die aus Gottes Herzen in unsere Seele fließt. Zuversicht, wenn alle Lampen erlöschen. Lassen wir uns von niemanden den Heiland vernebeln. Es gilt auch für uns: Sie sahen niemand als Jesus allein!

(Quelle: Missionswerk Werner Heukelbach)