Kleine Handreichung
zur christlichen Sterbehilfe

Menschen, welche ohne Christus sterben, sind für immer verloren. Da die 70 bis 80 Jahre, die ein Mensch durchschnittlich auf der Erde lebt, viel zu kurz sind, sich auch noch mit diesem Gedanken zu belasten, soll diese Handreichung ein paar wichtige Hinweise vermitteln, wie man all denen, die sich sozusagen im „Wartezimmer zur Hölle" befinden, ein möglichst angenehmes Hinübergleiten ermöglichen kann.

  • Keinesfalls dürfen die Menschen mit den Grundwahrheiten der Bibel und den Geboten Gottes konfrontiert werden, da diese das Gewissen belasten und unter Umständen stark beunruhigend wirken.
  • Jesus Christus ist nicht als der einzige Weg zur Erlösung und als einzige Wahrheit zu verkündigen. Eine solche Intoleranz paßt nicht in unsere Gesellschaft, erregt Widerspruch und kann auch unserem Ansehen schaden.
  • Unbedingt zu vermeiden sind die Begriffe „Hölle" und „ewige Verdammnis". Diese sind absolut nicht mehr zeitgemäß und es wäre gemein und rücksichtslos, verlorene Menschen damit zu belästigen - schließlich werden sie noch früh genug dort ankommen.
  • Sehr hohe Bedeutung kommt der Zerstreuung zu. Kino, Sportveranstaltungen, Computerspiele, Theater, Tanz u.ä. leisten dabei hervorragende Dienste.
  • Die Stellung des Fernsehens ist nicht zu überbieten. Jeder Christ sollte mindestens eines dieser Geräte zu Hause haben und natürlich auch benutzen. Das Abschaffen des Apparates würde uns weltfremd erscheinen lassen und ist deshalb zu unterlassen. Negative Kritik am Programm ist nur sehr dezent anzubringen. Dargestellte Morde, andere Brutalitäten, Pornographie, Gotteslästerungen usw. sollten schweigend übergangen werden (gelegentliches Kopfschütteln ist erlaubt). Achtung: Fernsehabstinenz kann zu eigenem Denken führen.
  • Dem häufig ausgesprochenen Satz: „Darüber will ich gar nicht nachdenken" ist nicht zu widersprechen. Weitergehende Gespräche über Gott, das Evangelium oder die Bibel könnten unseren Gesprächspartner zu sehr aufregen und sind deshalb wenig hilfreich. Außerdem besteht die Gefahr, daß uns Fragen gestellt werden, auf die wir wegen mangelnder Bibelkenntnis keine Antwort wissen.
  • Der selbstbetrügerischen Illusion, daß letztlich doch alle in den Himmel kommen, sowie der weitverbreiteten Meinung, daß Leben sei ein ewiger Kreislauf, der uns immer wieder eine Chance gibt (z.B. Reinkarnationslehre), ist auf keinen Fall mit einem Hinweis auf das endgültige und unausweichliche Gericht Gottes zu begegnen. Eine solche altmodische Bemerkung würde zwangsläufig Unwillen und Ablehnung hervorrufen und bei dem Betroffenen vielleicht sogar Störungen des seelischen Gleichgewichtes verursachen. Gute Antworten sind dagegen so nichtssagende Worte wie: „Naja" oder: „Ich sehe das ein bißchen anders".

Wem es gelingt, diese und ähnliche Tips zu beherzigen, der wird sicherlich niemanden zu nahe treten oder vor den Kopf stoßen. Vor allem lassen sich dann unnötige Konflikte für ihn selbst vermeiden. In schwierigen Fällen kann auch Rat und Hilfe bei einem modernen, liberalen Theologen eingeholt werden. Diesen liegt eine sanfte Höllenfahrt der Menschen so sehr am Herzen, daß wir uns ihrer Unterstützung gewiß sein können.

(Wem diese Hinweise etwas merkwürdig erscheinen, dem sei gesagt, daß sie nicht der Bibel, sondern den traurigen Beobachtungen unseres Alltagslebens entnommen wurden.)